Geschichte

Am 14. März 1916 wurde in Zürich ein Verein ins Leben gerufen mit dem Auftrag zur Gründung eines katholischen Sanatoriums im Hochgebirge. Initiantin war der Aargauische Frauenbund. Durch die Miete der Pension «Albula» in Davos-Dorf und Untermiete an das Schwesterninstitut Heiligkreuz konnte am 1. November 1916 das erste Sanatorium eröffnet werden. Für 350'000 Franken wurde dann am 23. Oktober 1922 das Hotel «Splendid» aus Konkurs gekauft. Eröffnung des Sanatoriums «Sanitas» war der 15. November 1922. Unser Beitrag aus dem Thurgau betrug Fr. 16'063.00.

Die Nachfrage nach Pflegeplätzen war gross und hielt über Jahrzehnte an. Es war tatsächlich ein Jahrhundertwerk, das mit dem Sanatorium SANITAS geschaffen und unterhalten wurde. So war es während Jahrzehnten eine segensreiche Institution, die unzähligen Frauen, Männern und Kindern Oase der Ruhe, Erholung und Heilung bedeutete.

Die Wende kam mit den revolutionären neuen medizinischen Erkenntnissen in den vergangenen Jahrzehnten und der Besserstellung der Bevölkerung. Die Volksseuche  Tuberkulose konnte dadurch weitgehend eliminiert werden und die Belegung der Sanatorien nahm immer mehr ab. Fast gleichzeitig verzeichneten die Klöster einen starken Rückgang der eintrittswilligen Frauen bzw. Klosterfrauen, die die Arbeit im Sanatorium leisteten.

Mit der Zeit mussten weltliche Schwestern und Personal angestellt werden, was die Finanzen stark belastete. So dauerte es auch nicht mehr lange bis über die Zukunft des Sanatoriums SANITAS entschieden werden musste. Es wurden Statistiken konsultiert, es wurde abgewogen, beraten und diskutiert. Die beste Lösung wurde angestrebt und sollte auch realisiert werden. Im Wissen und in der Überzeugung, dass es für die seinerzeitige Situation keine Alternative gab, stimmten die Vertreterinnen und Abgeordneten der Katholischen Frauenverbände Aargau, St. Gallen, Basel und Thurgau einem Verkauf zu.

Eine Auflage bestand darin, dieses Geld einem gleichwertigen/ähnlichen Zweck, das heisst zum Beispiel kranken, minderbemittelten und benachteiligten Frauen mit ihren Familien und auch Zuwendungen für die Förderung und Bildung von Frauen, zuzuführen. Dem Werk «Mütterspende des Thurgauischen Katholischen Frauenbundes» konnten so Fr. 326'423.40 zugeführt werden. Das heutige Vermögen wird gesondert im Mütterfürsorge-Fonds verwaltet und es ist erfreulich, dass dieses beachtliche Kapital nun in Form von Unterstützung Früchte trägt.

TKF Thurgauischer Katholischer Frauenbund · sekretariat[at]tkf.ch · Kantonalverband des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes SKF